Nach einem aufregenden Tagesausflug mit Frank haben Holger und zwei Mitreisende eine Waymo-Fahrt gebucht. Die Technik war beeindruckend und die Fahrt einfach überwältigend.
Doch das Wetter hatte andere Pläne: Nach Regen und Nebel erlebten sie live einen großflächigen Stromausfall. Aufgrund der „Sicherheit geht vor“-Einstellung für autonom fahrende Autos mussten die Fahrzeuge bei einem Systemausfall auf menschliche Remote-Assistenten warten. Das führte dazu, dass mehrere Waymos an einer Ampel stehenblieben, was zu einer chaotischen „Straßensperre“ wurde. Die hinteren Fahrzeuge überholten die stehengebliebenen Autos, während die Computer der Waymos nicht reagieren konnten.
Da überall Stau herrschte, war an ein Taxi oder Bus nicht zu denken. Sogar die Cable Cars waren außer Betrieb. Also machten sie sich bei leichtem Regen zu Fuß auf den Weg zurück und legten dabei rund 10.000 Schritte zurück, bevor es zum Abendessen an Bord ging.
Für den Abreisetag hatten wir als krönenden Abschluss eine Waymo-Fahrt zur berühmten Lombard Street geplant. Doch nach dem Blackout waren alle Fahrzeuge außer Betrieb – echt schade!
Um 14:00 Uhr ging es dann in Richtung Hawaii. Sechs entspannte Seetage lagen vor uns – herrlich!
Der Kapitän hatte erneut eine Überraschung für parat: Er überzeugte den Lotsen, noch eine Runde um Alcatraz zu drehen. So bekamen sie einen atemberaubenden 360-Grad-Blick auf das berüchtigte Gefängnis. Die Insassen lebten in einem düsteren Raum von 1,50 auf 2,00 Metern mit einem Waschbecken und einer Toilette, die von den Nachbarn einsehbar war. Essen gab es nur eine Suppe – eine clevere Methode, um Fluchtversuche durch körperliche Schwäche zu verhindern, denn das Wasser ist kalt und die Strömung stark.
Heute haben wir nach einer erneuten Zeitumstellung bereits fünf Grad höhere Außentemperaturen, auch wenn es weiterhin zeitweise bewölkt ist.
Weihnachten feiern wir auf dem Pazifik, Hawaii erreichen wir am 26.12. Abends.
Am 20.12. haben wir mit Frank, der ursprünglich aus Trier kommt und nun schon seit 9 Jahren hier lebt einen Ausflug gebucht. Beginn 09:00 Uhr – geplant bis 15:00 Uhr, allerdings gab es so viel zu sehen, sowohl im Bus, als auch mit einigen Fußmärschen, dass wir erst so gegen 17:00 Uhr zurück gekommen sind.
San Francisco begeistert mit 43 Hügeln, spektakulären Ausblicken und ikonischen Orten, wie der Golden Gate Bridge, Lombard Street, und vielen anderen Sehenswürdigkeiten und gliedert sich in 16 verschiedene Bezirke, viele mit kleinen Geschäften und jeweils eigenem Charakter.
Zuerst ging es zum Palace of Fine Arts,
dann fuhren wir zur Golden Gate Bridge, die allerdings voll im Nebel lag – ja das Wetter war leider nicht so toll.
Dann fuhren wir zu den 6 Painted Ladies. Die Häuser nennt man deshalb so, weil sich früher die „leichten Mädchen“ auch so bemalt haben. Die Häuser stehen unter Denkmalschutz, dürfen äusserlich nicht verändert werden und sind, wenn auch klein und alt, sehr teuer. Das billigste kostete im vergangenen Jahr (umrenoviert) über 2 Mio $, meist liegen die Preise über $ 4 Mio.
Dann hat uns Frank auf eine neue grosse Kirche aufmerksam gemacht, die Cathedral of St. Mary. Als Protest, weil es keine weiblichen Priester gab bzw. gibt, hat der Architekt die Kirche so gebaut, dass bei der Nachmittagssonne der Schatten einen Busen zeigt. Leider hatten wir keine Sonne, konnten dies aber auf einem Foto von Frank bewundern.
(Der Architekt hat sich danach bereit erklärt die Kirche neu zu konstruieren und auf eigene Kosten umzubauen, sobald die erste Kardinälen ernannt wurde…)
Weiter ging es zu Haight-Asbury dem berühmten Hippie Viertel, dort war des Epizentrum der Anti Vietnamkrieg Demonstrationen und der Flower Power Bewegung, alles stark beeinflusst und zusammen gehalten durch reichlich LSD (was zunächst kostenlos verteilt wurde). Hier gab es 1967 eine Massendemo gegen den Krieg in Vietnam – an der u.a. auch Jimmy Hendrix, Janis Joplin und andere beteiligt waren.
An der Ecke war Heart Lady, alle Herzen am Boden mit Namen versehen, u. a. The Merry Pranksters, die mit 6 Familien in einem Bus lebte.
Es gab auch einen günstigen Weihnachtsbaum, den wir aber nicht mitgenommen haben.
Weiter ging es zur Misión San Francisco de Asís die am 9. Oktober 1776 gegründet wurde. Die Siedlung wurde nach dem heiligen Franziskus von Assisi benannt, dem Gründer des Franziskanerordens, war aber auch allgemein als „Mission Dolores“ bekannt, aufgrund des nahegelegenen Baches Arroyo de los Dolores („Bach der Trauer“).
Mission Dolores ist das älteste intakte Gebäude in der Stadt San Francisco und die einzige intakte Missionskapelle in der Kette von 21, die unter der Leitung von Padre Serra gegründet wurden. Die aus Lehm gebaute Mission ist ein beständiger Zeuge der Geschichte San Franciscos, einschließlich des kalifornischen Goldrausches und des Erdbebens von 1906. Der Missionsfriedhof ist der einzige Friedhof, der innerhalb der Stadtgrenzen erhalten geblieben ist. Der Friedhof ist auch die letzte Ruhestätte zahlreicher Ohlone, Miwok und anderer erste Kalifornier sowie bekannter kalifornischer Pioniere.
In China Town durfte der Bus nicht reinfahren, deshalb sind wir auf einer Hauptstraße geblieben und für einen Spaziergang war die Zeit auch schon zu knapp, nach einem abschliessenden Fotostop an der City Hall
Am 19.12. war die Einfahrt durch die Golden Gate Bridge war schon gigantisch, obwohl uns das Wetter erstmals im Stich gelassen hat und wir auf einen sonnigen Empfang verzichten mussten. Positiv war, dass durch die Wolken mehr Dramatik in die Bilder kam. Immerhin etwas – zumal unser Kapitän vom Lotsen die Erlaubnis bekam unter der Brücke das Schiff einmal um 360 Grad zu drehen. Dies war nicht nur für uns, auch für den Kapitän, die Crew und selbst für den Lotsen ein einmaliges, besonderes Erlebnis.
Leider fand die Einfahrt in den Hafen dann schon bei Regen statt. Trotzdem war auch das ehemalige Gefängnis Alcatraz noch gut zu sehen.
Am späten Nachmittag sind wir dann im strömenden Regen, in die Fisherman’s Wharf, Pier 39, gegangen.
Leider empfanden wir den Besuch der Pier 39 nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Es war alles sehr touristisch – keine tollen Restaurants, nur Restaurantketten., wie z. B. Hardrock Café etc. – kleine Restaurants vielen wohl Corona zum Opfer.
Ein paar Seelöwen lagen noch faul im Regen, aber bei dem relativ kühlen und nassen Wetter wollte keine rechte Weihnachtsstimmung aufkommen.
Nach einem Bier und einem Glas Wein (zum Trocknen und Aufwärmen) – das Ganze für schlappe $ 34 -, sind wir wieder zurück zum Schiff.
Wir lagen gestern von 7:00 Uhr bis 17:00 Uhr auf Reede vor Santa Barbara.
Nach dem pulsierenden Los Angeles fühlte sich Santa Barbara wie ein kleines Dorf an. Milde Meeresluft Palmen, sanftes Licht, angenehme Temperaturen.
Santa Barbara wird auch die „Amerikanische Riviera“ mit spanischem Flair genannt, entspannten Beach-Vibes und über 300 Sonntagen im Jahr. Die Kulisse aus Palmen, Bergen und Meer begeistert ebenso wie frische Meeresfrüchte und edle Weine. Es soll 90 Winzer alleine in Santa Barbara geben.
Mit dem Tenderboot
wurden wir an Land gebracht, dort warteten schon Stadtbusse, die uns kostenlos nach Down Town brachten. Dort angekommen, besuchten wir das Justizgebäude.
Mit dem Lift ging es dann auf die Aussichtsplattform – tolle Aussicht über Santa Barbara
Das Uhrwerk von der Uhr im Turm des Justizgebäudes
Ein Gerichtssaal im Justizgebäude
Den Garten und auch die Aussichtsplattform nutzen viele Brautpaare für tolle Aufnahmen.
Anschließend schlenderten wir zur Fußgängerzone – 1x hoch und auf der anderen Seite wieder runter.
Und siehe da, wir haben für Holger auch einen Barbershop gefunden – angeblich der älteste in ganz Amerika – die Stühle seien ca. 150 Jahre alt.
In Santa Barbara im Viertel Montecito leben auch einige bekannte Persönlichkeiten wie
Prinz Harry mit Meghan, Tom Cruise, Jennifer Lopez
(der Bär stand auch schon bei Jennifer Lopez), Katy Perry und andere.
Santa Barbara – klein und übersichtlich – und San Diego haben uns sehr gut gefallen!
Heute fahren wir unter der Golden Gate Bridge durch und legen so gegen 11:30 Uhr in San Francisco an, wo wir 2 Übernachtungen haben.
Los Angeles ist gigantisch. Mit rund 1.300 Quadratkilometern ungefähr halb so groß wie das Saarland – fühlt sich aber deutlich größer an, vor allem, wenn man im Stau steht. Und davon gibt es in L.A. reichlich. Eigentlich immer. Weil die öffentlichen Verkehrsmittel eher unter „gut gemeint“ fallen und die Stadt gefühlt 24 Stunden am Tag verstopft ist, verzichteten wir freiwillig auf ein eigenes Foto vom berühmten Hollywood-Schriftzug (von Mitreisenden geklaut, aber dafür auch nicht im Nebel).
Stattdessen ging es auf einen Ausflug nach Santa Monica und Beverly Hills. Immerhin hatten wir erneut Glück mit unserer Reiseleiterin: nett, kompetent und sogar deutschsprachig.
Weniger Glück hatten wir zunächst mit dem Wetter – dichter Nebel, Hollywood-Filter in Grau.
Vom Hafen in San Pedro fuhren wir etwa 50 Kilometer Richtung Innenstadt. Unsere Busfahrerin zeigte dabei früh ihr ganzes Können und schlängelte sich über Nebenstraßen durch die Stadt, um dem Dauerstau zu entkommen. So bekamen wir ganz ungeplant auch einen Blick auf L.A.-Ecken, die es eher selten auf Postkarten schaffen.
Nach gut einer Stunde erreichten wir Venice Beach. Der Stadtteil wurde nach Venedig benannt, weil man hier einst Wasserkanäle anlegte, um Häuser mit Bootsanlegern besser verkaufen zu können. Heute ist davon vor allem der Name geblieben – dafür gibt es Graffiti, Tattoo-Shops, Surfer, jede Menge Individualisten und natürlich den legendären „Muscle Beach“, wo angeblich schon Arnold Schwarzenegger Eisen gestemmt hat. Man merkt: Hier wird nicht nur Sonne getankt, sondern auch ordentlich Selbstdarstellung betrieben.
Weiter ging es nach Santa Monica. Wir besichtigten den berühmten Pier,
machten die obligatorischen Fotos und schlenderten anschließend durch die einzige echte Fußgängerzone von Los Angeles –
ein fast schon exotisches Konzept in einer Stadt, in der man selbst zum Briefkasten am liebsten mit dem Auto fährt.
Zum Abschluss ging es nach Beverly Hills, genauer gesagt zum Rodeo Drive – der Maximilianstraße von L.A. Und siehe da: Genau hier hatte der Nebel ein Einsehen und verzog sich endlich. So konnten wir entspannt die Luxusboutiquen bestaunen und das Hotel bewundern, das wir bislang nur aus „Pretty Woman“ kannten. Leider blieb Julia Roberts aus – aber man kann nicht alles haben.
Anmerkung von mir: Richard Gere war auch nicht da!
Hier ist alles hochglanzpoliert und chic
Die Eingangshalle von diesem Hotel wurde für „Pretty Women“ genutzt.
Vor ungefähr 45 Jahren war Holger das letzte Mal an der Westküste der USA. San Diego empfand er als einzigartig und umwerfend.
Voller Vorfreude und mit einiger Erwartung sind wir morgens aufgewacht und haben einen ersten Blick auf den Hafen und die Skyline geworfen, und… absolut nichts wieder erkannt, alles war fremd und Holger hatte den Verdacht, dass sich die Stadt möglicherweise (so wie wir alle) geändert haben könnte.
Zunächst, weil wir ja aus Panama/Guatemala und México kamen, durften wir uns erneut bei den Behörden vorstellen und mit Pass, Fingerabdrücken und Iris Scan die Einreise begehren. Dieser Prozess zog sich gewaltig und so ergab sich bei unserem prognostizierten Vorstellungstermin eine zeitliche Verschiebung von rund 3 Stunden.
Der Vormittag war daher gelaufen.
Um 14:00 begann dann der für 13:00 Uhr gebuchte Ausflug.
Zunächst fuhren wir durch ins Zentrum und stellten fest, dass es viele kleine Restaurants, Kneipen und Bars, aber auch Geschäfte gibt, jedoch nur einige wenige höhere Häuser, insgesamt ein angenehmes und – nun doch – vertrautes, schönes Bild.
Dann ging es zum Balboa Park der ca. 30% größer als der Englische Garten ist.
Danach ging es weiter nach La Jolla, quasi das Starnberg von San Diego, und wir waren von dem Flair überwältigt, lauter kleine Häuser, freier Blick auf den Pazifik, kleine Gechäfte, dafür keine Mall, ein Gefühl wie zu Hause, nur mit Meerblick, famos!
Abschließend ging es weiter zur „Old Town“, dem ursprünglichen, im Originalzustand belassenen Ort San Diego. San Diego wurde nach dem Großen Erdbeben in San Francisco von und durch die vielen neuen Zugezogenen aus dem Norden einige Kilometer neu aufgebaut und das alte Zentrum verlor so seine Bedeutung. Heute ist es ein liebevoll in Stand gehaltener Touristenhotpot der uns in den Bann zog. Eigentlich erwartete man ständig, dass auf einem Dach ein Cowboy mit Gewehr auftaucht oder John Wayne um die Ecke kommt.
Zusammenfassend ein abwechslungsreicher und schöner Tag, die Erinnerung wurde bestätigt: San Diego gehört mindestens zu den schönsten Städten der Welt, die Messlatte für die weiteren Stationen auf dieser Reise liegt nun sehr hoch!
Heute „besuchten“ wir Cabo San Lucas – wir fuhren mit dem Schiff ganz nah an die Stadt im Süden der mexikanischen Halbinsel Baja California heran. Sie gehört zum Bundesstaat Baja California Sur und liegt genau dort, wo Pazifischer Ozean und Golf von Kalifornien (auch Sea of Cortez genannt) aufeinandertreffen.
Besonders beeindruckend war die Bucht vor der Stadt, vor allem vom hohen Deck unseres Schiffs aus. Der absolute Höhepunkt ist die berühmte Felsformation „El Arco“ (der Bogen).
Aus unserer Sicht – insbesondere nach den Erfahrungen in Puerto Vallarta – ist Cabo San Lucas ein wirklich toller Ort, den wir definitiv für einen künftigen Urlaub oder längeren Aufenthalt auf die Watchlist setzen sollten!
Ostern kommt ja auch bald
Nun haben wir noch 1 Seetag, dann sind wir in San Diego
In Puerto Vallarta waren wir auch im letzten Jahr mit der Vasco da Gama – allerdings haben wir einen Tag am Strand verbracht und deshalb vom Ort nicht viel gesehen.
Heute Morgen kurz nach neun Uhr durchquerten wir den lebhaften Shopping-Bereich im Hafengelände, der vor allem auf Massentourismus und amerikanische Besucher ausgerichtet ist.
Zusammen mit zwei Mitreisenden machten wir uns auf den Weg zur Zona Romántica – dem Ort, wo der Tourismus mit einer Prise Liebe beginnt.
Screenshot
Es ist kein Wunder, dass sich hier Elizabeth Taylor und Richard Burton verliebten. Wir konnten auch Casa Kimberly, das ehemalige Wohnhaus von Elizabeth Taylor, das Richard Burton ihr schenkte, bewundern. Links das Haus von Richard Burton, auf der rechten Seite das Haus von Elizabeth Taylor. Dann ließ er eine Brücke bauen, um Liz besuchen zu können.
Es erwarteten uns zahlreiche beeindruckende Skulpturen,
Screenshot
charmante Häuser, gemütliche Kneipen,
abwechslungsreiche kleine Geschäfte und lebendige Märkte.
Die Bankreihen aus Mosaiken,
die Ohrwürmer für Gänsehaut-Liebhaber und die unzähligen visuellen Überraschungen, die uns an jeder Ecke entgegen sprangen, versetzten uns in eine fröhlich beschwingte Stimmung.
Nach einem ausgiebigen, wenn auch zeitlich begrenzten Bummel und einer Vielzahl an Eindrücken legten wir in einer der vielen Strandbars eine wohlverdiente Pause ein. Bei einer erfrischenden Margaritha beobachteten wir die Pelikane.
Jeder Kreuzfahrer, den wir in Puerto Vallarta trafen, teilte unsere Begeisterung.
Alle waren sich einig: Viel zu schnell verging die Zeit, und wir hätten gerne länger verweilt. Egal, wie lange wir im Hafen gewesen wären, es wäre immer zu kurz gewesen.
Für Abenteurer gab es auch Wale-Watching-Angebote von AIDA – einige Gäste hatten sogar das Glück, Wale zu sichten.
Puerto Quetzal, Guatemala – wo der größte Hafen Guatemalas an der Pazifikküste liegt, haben wir schon im vergangenen Jahr besucht und wussten daher, dass dies ein Industriehafen und ein Ort ist, der absolut nichts sehenswertes bietet. Die Umgebung ist von einem Kontrast aus großer Armut und beeindruckender Natur geprägt, so haben wir die Möglichkeit ergriffen, aus diesem Besuch eine spannende Kulturreise machen.
Nach einem kurzen Aufenthalt im Marina Pez Vela Besucherzentrum im Hafengelände machten wir uns auf den Weg in die bezaubernde Kolonialstadt Antigua, die etwa 80 Kilometer entfernt liegt.
Angekommen in Antigua, die auf ca. 1500 m über dem Meeresspiegel thront, empfing uns ein faszinierendes Stadtbild: Kopfsteinpflasterstraßen,
farbenfrohe Fassaden und der majestätische Ausblick auf die überwältigend grüne Natur. Der Blick in Richtung der faszinierenden Vulkane – Agua, Fuego und Acatenango – rundete unseren Besuch ab. Besonders beeindruckend war die aktive Eruption des Vulkans Fuego, die uns mehrfach in Staunen versetzte.
Trotz schmaler Bürgersteige und der Notwendigkeit, auf das unebene Pflaster zu achten, wagten wir uns zu Fuß in die Stadt und verbrachten mehr als vier Stunden damit, die kulturellen Highlights zu erkunden und es war toll, die ehemalige Hauptstadt Guatemala mit viel Kultur und einer sehr beeindruckenden Vielfalt an Parks, Plätzen, Restaurants, Kneipen und einem wirklich angenehmen Klima zu erleben.
Antigua ist nicht nur ein UNESCO-Weltkulturerbe, sondern auch ein Zeuge der reichen Geschichte und Architektur der kolonialen Ära. Die vielen Kirchen, Klöster und Museen erzählten Geschichten aus der Vergangenheit, während wir durch die Straßen schlenderten. Ein besonderes Highlight war der größte Brunnen Mittelamerikas, der jedoch aufgrund der hohen Wasser- und Stromkosten leider trocken war, wie unsere Reiseleiterin Olga Maria informierte.
Nach einem delikaten Mittagessen im luxuriösen 5*-Hotel Casa Santo Domingo setzten wir unsere Erkundung im Museo Casa Santo Domingo fort. Hier erlebten wir die kulturelle Tiefe Guatemala und sahen, wie wichtig Kaffee, Zuckerrohr, Kakao und Mais in der lokalen Ernährung sind.
Nach dem Essen haben wir noch ein Museum besucht und hier fantastische Schnitzereien und andere Kunstwerke besichtigt. Abgerundet wurde dieser Ausflug mit einem Besuch einer Schmuckfabrik die Jade zu eleganten Schmuckstücken verarbeitet. Jade wurde schon von den Mayas zu Schmuck verarbeitet und von Archäologen oft als Grabbeigabe gefunden. Aber erst in den 1970er Jahren haben Archäologen die Jadevorkommen in Guatemala wieder gefunden. Diese Jade ist daher sehr selten und in ihrer Zusammensetzung einzigartig.
Das kleinste Taxi (das blaue „Auto“) überhaupt haben wir auch gesehen. Dann gibt es noch die ausgedienten Schulbusse aus USA, die sowohl Kinder in die Schule fahren, als auch die Arbeiter in die Kaffee- oder Zuckerrohrplantagen bringen.
Unsere Zeit in Antigua war mehr als nur ein Ausflug; sie war ein Eintauchen in eine reiche Geschichte und eine lebendige Kultur. Wir verließen diese Stadt mit bewegenden Eindrücken und einem tiefen Respekt für das Erbe der guatemaltekischen Menschen.
Ein Tag, der uns für immer in Erinnerung bleiben wird, auch wegen der „interessanten“ Rückfahrt zum Hafen, der Verkehr stellte sich als eine Herausforderung heraus: Statt der geplanten 2 Stunden benötigten wir fast doppelt so lange, obwohl unser Busfahrer, der es verstand, mit Geschick selbst durch den Stau zu navigieren alles versuchte, es herrschte absoluter Stillstand. Erst als die innovative Idee einfach als „Geisterfahrer“ links neben der entgegenkommenden Spur durch den unbefestigten Seitenstreifen zu fahren und so die Fähigkeiten des Fahrwerks zu demonstrieren brachte uns „sicher“ in das Hafengelände (hinterher stellte sich heraus, dass diese Aktion auf Druck von AIDA und den Hafenbehörden mit der Polizei abgestimmt und durchgeführt wurde).
Wir waren froh endlich wieder an Bord angekommen zu sein und waren dann eifrig bemüht unseren Durst zu löschen. Die am Pooldeck stattfindende Mallorca Party haben wir dann wegen Müdigkeit nur noch im vorbeigehen erlebt.
Nun freuen wir uns auf Puerto Vallarta wo wir im letzten Jahr einen Beach Club besucht haben, bislang haben wir noch nichts konkretes geplant, mal schauen, was passieren wird….
Kaum zu fassen, aber nach vier Wochen Reise sind wir bereits in Puntarenas, Costa Rica, angekommen – nur noch 15 Wochen liegen vor uns!
In Puntarenas, einem charmanten Badeort mit etwa 10.000 Einwohnern, die hier liebevoll „Ticos“ genannt werden, erleben wir das Lebensgefühl des Landes: „Pura Vida“, was so viel wie „reines Leben“ bedeutet. Nach dem Anlegen nehmen wir Kurs auf die Strandpromenade, wo uns die drückende Hitze sofort in den Schweiß treibt. „Es ist heiß, aber… alles gut!“, ermutigen wir uns gegenseitig.
Die Promenade erstreckt sich über fast vier Kilometer entlang des Pazifiks und bietet einen einzigartigen Blick auf die Natur. Hier spalten sich die Meinungen:
Während wir den naturbelassenen Strand mit gräulichem Sand und dem körnigen Gras genießen, haben andere Reisende eher auszusetzen, dass die Umgebung „dreckig“ sei. Die freundlichen Ticos sind jedoch unbeeindruckt – ein fröhliches „Hola“ erhalten wir trotz aller Meinungen.
Der Schweiß rinnt in Strömen, als wir den Leuchtturm am Ende der Landzunge erreichen – hier machen wir ein paar Fotos.
Die Menschen, die im „Kiosco“ sitzen und uns freundlich grüßen, strahlen dieses Pura-Vida-Gefühl förmlich aus. Wir nehmen uns vor, shoppen zu gehen und den Markt sowie andere Sehenswürdigkeiten zu erkunden, doch bei über 30 Grad ist das ganz schön anstrengend. Auf große Attraktionen stoßen wir nicht, aber die Atmosphäre der Stadt entschädigt für vieles.
Am Abend steht die White-Party auf dem Programm, die aufgrund eines kleinen Gewitters und starken Regens kurzerhand in den Ocean-Club verlegt wird. Selbst unser Kapitän Michael Schmidt hilft mit, Getränke einzuräumen – ein wahrhaft vorbildlicher Gastgeber!
Mit vielen Eindrücken und noch mehr Schweiß im T-Shirt machen wir uns bereit für die Weiterreise nach Guatemala. Pura Vida, Puntarenas!