


Puerto Quetzal, Guatemala – wo der größte Hafen Guatemalas an der Pazifikküste liegt, haben wir schon im vergangenen Jahr besucht und wussten daher, dass dies ein Industriehafen und ein Ort ist, der absolut nichts sehenswertes bietet. Die Umgebung ist von einem Kontrast aus großer Armut und beeindruckender Natur geprägt, so haben wir die Möglichkeit ergriffen, aus diesem Besuch eine spannende Kulturreise machen.
Nach einem kurzen Aufenthalt im Marina Pez Vela Besucherzentrum im Hafengelände machten wir uns auf den Weg in die bezaubernde Kolonialstadt Antigua, die etwa 80 Kilometer entfernt liegt.
Angekommen in Antigua, die auf ca. 1500 m über dem Meeresspiegel thront, empfing uns ein faszinierendes Stadtbild: Kopfsteinpflasterstraßen,

farbenfrohe Fassaden und der majestätische Ausblick auf die überwältigend grüne Natur. Der Blick in Richtung der faszinierenden Vulkane – Agua, Fuego und Acatenango – rundete unseren Besuch ab. Besonders beeindruckend war die aktive Eruption des Vulkans Fuego, die uns mehrfach in Staunen versetzte.




Trotz schmaler Bürgersteige und der Notwendigkeit, auf das unebene Pflaster zu achten, wagten wir uns zu Fuß in die Stadt und verbrachten mehr als vier Stunden damit, die kulturellen Highlights zu erkunden und es war toll, die ehemalige Hauptstadt Guatemala mit viel Kultur und einer sehr beeindruckenden Vielfalt an Parks, Plätzen, Restaurants, Kneipen und einem wirklich angenehmen Klima zu erleben.





Antigua ist nicht nur ein UNESCO-Weltkulturerbe, sondern auch ein Zeuge der reichen Geschichte und Architektur der kolonialen Ära. Die vielen Kirchen, Klöster und Museen erzählten Geschichten aus der Vergangenheit, während wir durch die Straßen schlenderten. Ein besonderes Highlight war der größte Brunnen Mittelamerikas, der jedoch aufgrund der hohen Wasser- und Stromkosten leider trocken war, wie unsere Reiseleiterin Olga Maria informierte.

Nach einem delikaten Mittagessen im luxuriösen 5*-Hotel Casa Santo Domingo setzten wir unsere Erkundung im Museo Casa Santo Domingo fort. Hier erlebten wir die kulturelle Tiefe Guatemala und sahen, wie wichtig Kaffee, Zuckerrohr, Kakao und Mais in der lokalen Ernährung sind.

Nach dem Essen haben wir noch ein Museum besucht und hier fantastische Schnitzereien und andere Kunstwerke besichtigt. Abgerundet wurde dieser Ausflug mit einem Besuch einer Schmuckfabrik die Jade zu eleganten Schmuckstücken verarbeitet. Jade wurde schon von den Mayas zu Schmuck verarbeitet und von Archäologen oft als Grabbeigabe gefunden. Aber erst in den 1970er Jahren haben Archäologen die Jadevorkommen in Guatemala wieder gefunden. Diese Jade ist daher sehr selten und in ihrer Zusammensetzung einzigartig.



Das kleinste Taxi (das blaue „Auto“) überhaupt haben wir auch gesehen. Dann gibt es noch die ausgedienten Schulbusse aus USA, die sowohl Kinder in die Schule fahren, als auch die Arbeiter in die Kaffee- oder Zuckerrohrplantagen bringen.


Unsere Zeit in Antigua war mehr als nur ein Ausflug; sie war ein Eintauchen in eine reiche Geschichte und eine lebendige Kultur. Wir verließen diese Stadt mit bewegenden Eindrücken und einem tiefen Respekt für das Erbe der guatemaltekischen Menschen.

Ein Tag, der uns für immer in Erinnerung bleiben wird, auch wegen der „interessanten“ Rückfahrt zum Hafen, der Verkehr stellte sich als eine Herausforderung heraus: Statt der geplanten 2 Stunden benötigten wir fast doppelt so lange, obwohl unser Busfahrer, der es verstand, mit Geschick selbst durch den Stau zu navigieren alles versuchte, es herrschte absoluter Stillstand. Erst als die innovative Idee einfach als „Geisterfahrer“ links neben der entgegenkommenden Spur durch den unbefestigten Seitenstreifen zu fahren und so die Fähigkeiten des Fahrwerks zu demonstrieren brachte uns „sicher“ in das Hafengelände (hinterher stellte sich heraus, dass diese Aktion auf Druck von AIDA und den Hafenbehörden mit der Polizei abgestimmt und durchgeführt wurde).
Wir waren froh endlich wieder an Bord angekommen zu sein und waren dann eifrig bemüht unseren Durst zu löschen. Die am Pooldeck stattfindende Mallorca Party haben wir dann wegen Müdigkeit nur noch im vorbeigehen erlebt.
Nun freuen wir uns auf Puerto Vallarta wo wir im letzten Jahr einen Beach Club besucht haben, bislang haben wir noch nichts konkretes geplant, mal schauen, was passieren wird….
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