Durban, auch bekannt als das „Miami Afrikas“, begeistert mit über 300 Sonnentagen im Jahr – und wir hatten das Glück, einen dieser strahlenden Tage erleben zu dürfen! 😎
Mit einer Gruppe von sieben Personen machten wir uns auf den Weg zum Strand, nachdem wir am Vortag bereits viele Sicherheitshinweise erhalten hatten schien es besser zu sein in einer Gruppe von Bord zu gehen, wir fühlten uns jedoch zu keiner Zeit unsicher und es ist auch anderen nichts passiert.
Unser erster Halt war eine schattige Shopping Mall, wo wir uns ein wenig umschauten und die ersten Eindrücke aufsogen. Die Hitze war spürbar und unser Durst groß, also kehrten wir schnell in einer Strandbar ein, um uns mit erfrischenden Getränken zu versorgen.
Am Strand angekommen, entdeckten wir dann die beeindruckenden Sandkünstler, die mit ihren kreativen Werken für Staunen sorgten.
Besonders für Holger gab es eine Geburtstagsüberraschung, die ihn zum Lächeln brachte!
Da die Temperaturen über 30 Grad stiegen, entschlossen wir uns, eine Rikscha zum Hafengelände zu nehmen. Holger und ich hatten das Vergnügen, den kleinsten und dünnsten Fahrer zu erwischen, was uns ein bisschen zum Lachen brachte. 😂
Im Hafengebiet angekommen, zog es uns in ein einheimisches Brauhaus, wo wir das lokale Bier probierten. Es war nicht nur lecker, sondern auch wunderbar erfrischend!
Nach dieser kleinen Stärkung machten wir uns auf den Rückweg zum Schiff, um uns kurz zu entspannen und die Eindrücke des Tages sacken zu lassen.
Um 18:00 Uhr stand dann das Geburtstagsmenü auf dem Programm. Wir genossen einen herrlichen Abend, mit köstlichem Essen und einer festlichen Stimmung. Erschöpft, aber glücklich, kehrten wir schließlich auf unseren Balkon zurück. Bei lauem Lüftchen und dem beruhigenden Blick auf das Meer ließen wir den Tag Revue passieren und stießen mit einem Glas Sekt auf die Erinnerungen an. 🥂🍾
Unser unvergesslicher Geburtstag in Durban, der uns ein Lächeln ins Gesicht zauberte!
Unser letzter organisierter Ausflug – La Réunion hautnah im Cirque de Salazie
Heute hieß es wirklich früh aufstehen – 6:00 Uhr Wecker, noch bevor die ersten AIDA-Busse losrollten. Wir wollten unbedingt die ruhige Variante erleben: nur 15 Personen, aufgeteilt in zwei Kleinbusse, jeder mit eigenem Guide. Das hat sich so richtig gelohnt – familiär, flexibel und ohne Gedränge.
Vom Hafen in Le Port ging es direkt nach Norden in den Talkessel Salazie, eine der drei riesigen „Calderas“ der Insel. Schon die Fahrt war ein Traum: knallgrüne Hänge, Bananenplantagen, überall kleine Wasserläufe – und das alles unter einem Himmel, der typisch-reunionisch schnell zwischen Sonne und dicken Wolken wechselte.
Erster kleiner Stopp: ein bunter Hindutempel in St. André.
Wir sind mittlerweile so „tempelgesättigt“, dass wir nur kurz Fotos gemacht haben und schnell weitergefahren sind. Der eigentliche Höhepunkt kam dann: eine Vanilleplantage, geführt von einer Familie, die einst aus Hamburg ausgewandert ist – irre, oder? Da fühlt man sich plötzlich fast ein bisschen zu Hause.
Die Erklärungen waren richtig faszinierend. Vanille stammt ursprünglich aus Mexiko, wo eine bestimmte Biene die Bestäubung übernimmt. Auf La Réunion klappt das mit der Biene leider nicht – also machen das die Menschen per Hand mit einer simplen Kaktusnadel. Drei Sekunden pro Blüte für geübte Hände, aber von der Blüte
bis zur fertigen, verkaufsfertigen Vanilleschote vergehen sieben Jahre! Trocknen, Fermentieren, Sortieren… ein echter Handwerksmarathon.
Natürlich durften wir probieren – der intensive, warme Vanilleduft war überwältigend – und haben ordentlich eingekauft. Ein paar Stangen wandern jetzt mit nach Hause (und wahrscheinlich auch in die Weihnachtsbäckerei 2026).
Weiter ging’s Richtung Hell-Bourg. Die Straße schlängelt sich durch unglaublich üppiges Grün, immer wieder tauchen Wasserfälle auf. Besonders beeindruckend: die Cascade Blanche, auch „Voile de la Mariée“ (Brautschleier) genannt
– ein zarter, langer Schleier aus Wasser, der über die Felsen fällt.
Leider hatten wir Pech mit dem Wetter: dicke Wolken hingen in den Gipfeln, der Piton des Neiges (mit 3.070 m der höchste Punkt) blieb uns größtenteils verborgen. Trotzdem – die Atmosphäre war magisch.
Hell-Bourg selbst hat uns sofort verzaubert. Früher ein Kurort mit heilender Quelle (die nach einem Taifun spurlos verschwand), heute eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Weil die Quelle weg war, haben die Bewohner einfach beschlossen: „Dann malen wir halt alles bunt!“ Und genau das macht den Ort so besonders – pastellfarbene Kreolenhäuser mit Wellblechdächern, Holzbalkone, üppige Gärten. Ein bisschen wie ein Freiluft-Farbkasten mitten im Regenwald.
Direkt nebenan haben wir dann im Wald an einem beliebten Picknickplatz gegessen – sonntags kommen hier die ganze Insel-Familien her. Stilvoll mit Tischdecken, Stoffservietten, warmem Reis, gegrillter Dorade, Hähnchen, Linsen und einer herrlich scharfen Sauce „piment“ – dazu kaltes Bier und danach Kaffee + hausgemachter Kuchen. Einfach, herzlich und unglaublich lecker.
Da war noch der Kardinalsvogel – wegen der roten Federn. Sobald er ein Weibchen gefunden hat, wechselt er das Federkleid auf braun!
Der Rückweg führte uns über die berühmte Nouvelle Route du Littoral – die teuerste Autobahn Europas (früher sogar weltweit genannt). 12–13 km entlang der Küste, teilweise auf Viadukten mit Pfeilern tief im Meer verankert, Kosten pro Kilometer um die 130 Millionen Euro. Allein die Zahlen lassen einen staunen.
In Saint-Denis sind wir noch kurz durch die Altstadt geschlendert – schöne alte Kolonialhäuser mit Holzveranden – und haben dann einen kurzen Abstecher in den Botanischen Garten gemacht, bevor wir zurück zum Schiff nach Le Port kamen.
Ein wirklich runder, informativer und herzerwärmender Tag. Für uns war es der letzte organisierte Ausflug dieser langen Reise. Die letzten 100 Tage waren eine absolute Bilderflut – jetzt kommt erst mal Freiraum: selbst entscheiden, langsam ankommen, die Eindrücke sacken lassen.
Nächster Halt: Südafrika. Mal sehen, was uns da erwartet. Auf nach Durban 🛳️
Pünktlich zu unserem Anlegetag in Victoria, Seychellen, hatte der Wettergott beschlossen, die Regenzeit mal so richtig auszukosten: Es regnete nicht – es goss wie aus Kübeln! Tropische Dusche-Level 10. Aber wir hatten ja einen Ausflug gebucht, also nichts wie raus aus dem Schiff! Innerhalb von Sekunden waren wir komplett durchnässt, die Klamotten klebten, die Haare hingen wie Seetang – aber hey: offene Birkenstocks waren die beste Entscheidung ever! Das Wasser lief einfach fröhlich durch und raus. Frisch geduscht, nur ohne Seife. 😂
Ab geht’s mit dem Guide in den Kleinbus. Erste kleine Stadtrundfahrt durch Victoria – leider im Aquapark-Modus. Wir haben trotzdem „Little Ben“ (die Mini-Uhrenturm-Kopie) und die hübsche Pagode angeguckt – beides sah durch den Regenvorhang irgendwie dennoch nett aus.
Dann raus aus der Stadt, Richtung Norden nach Beau Vallon. Der berühmte Strand mit den ganzen Hotels und Restaurants – bei dem Wetter eher eine dramatische Grau-in-Grau-Nummer mit wild peitschenden Palmen. Trotzdem: Wow, was für eine Kulisse!
Screenshot
Richtungswechsel – ab an die Ostküste und dann gen Süden. Erster Halt: das charmante Künstlerdorf. Hier leben und arbeiten echte Kreative, überall riesige Schildkröten dösen rum…
aber uns zog es magisch an – die einzige Coco-de-Mer-Parfümerie weltweit! 😍
Der Duft dieses legendären Doppelkokosnusss ist wirklich irre – süß, exotisch, ein bisschen verrucht. Wir haben ausgiebig getestet (am Handgelenk, am Hals, am ganzen Unterarm…) und natürlich durfte ein Fläschchen mit an Bord. Mission Parfüm erfüllt!
Weiter zur Kultstätte schlechthin: Takamaka Bay Rum Distillery! 🥃
Hier wird der legendäre Rum gebrannt und wir durften natürlich ausgiebig probieren. Der Guide erklärte alles ganz entspannt, wir nickten wissend und sagten Sätze wie „der hier hat mehr Vanille… aber der mit Kokos ist der Wahnsinn!“ Am Ende hatten wir zwei Flaschen im Arm und das Gefühl, sehr wichtige Entscheidungen getroffen zu haben. (zu Hause schmeckt’s hoffentlich noch besser!)
Mittlerweile hatte Petrus ein Einsehen – die Sonne kam raus, der Himmel wurde postkartenblau. Perfektes Timing für Anse Royale, einem absolut bombigen Strand im Süden! Eigentlich dachten wir: Baden, Schnorcheln, Plantschen… aber nein. Der Magen hatte andere Pläne.
Wir landeten in einem kleinen, typisch kreolischen Restaurant direkt am Wasser und haben uns durch die gesamte Speisekarte gefuttert: Red Snapper, Gambas-Curry, Hai, Hühnchen, alles super würzig und mega lecker. Dazu kaltes Seybrew-Bier und Südafrikanischer Wein – das Gefühl „jetzt könnte die Welt untergehen, Hauptsache der Teller bleibt voll“. 😋
Danach noch eine kleine Strand-Hopping-Runde weiter südlich – Fotostopps an traumhaften Buchten, Granitfelsen, türkisem Wasser, das inzwischen in der Sonne glitzerte wie ein Werbespot. Handy-Akku fast tot vor lauter Fotos. Und dann der krönende Abschluss: Wir bogen ab auf die berühmte Sans Souci Road Richtung Westen/Norden – über den Berg, durch den Morne Seychellois National Park. Vorbei an der alten Tee-Plantage (SeyTe), wo man richtig guten Tee kaufen kann und die Luft nach Zitronengras riecht. Oben am Mission Lodge Viewpoint (oder wie auch immer die Aussichtspunkte heißen) haben wir noch ein paar grandiose Panoramablicke über die Westküste erhascht – grüne Berge, wilder Ozean, kleine Inseln am Horizont. Einfach kitschig-schön.
Und dann? Berg runter, zurück zum Hafen, Schiff wieder erreicht. Beine schwer, Sonne im Gesicht, Rum im Gepäck, Parfüm in der Tasche, Bauch voll kreolischer Köstlichkeiten und ein breites Grinsen im Gesicht.
Eine tolle Überraschung von unserem Roomboy – eine Schildkröte.
Unser Ausflug begann um 09:00 Uhr mit dem Treffpunkt „Ein ganzer Tag am Strand: Centara Rasfushi Resort“. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Tenderboot nach Malé und Umstieg auf ein örtliches Boot erreichten wir bei starkem Seegang die Insel im Nord-Atoll. Dort angekommen, wurden wir über die Mittagszeiten von 11:30 bis 13:00 Uhr informiert.
Nachdem wir Liegen unter einer Palme bezogen hatten, machte sich Holger schon um 10:30 Uhr auf den Weg, um den Kaffee wegzubringen, und kehrte mit einem Glas Bier zurück.
Entgegen der Beschreibung des Ausflugs, die nur Mittagessen, Softdrinks und Wasser beinhaltete, waren an der Poolbar Cocktails, Wein, Sekt und Bier kostenlos erhältlich. Auch beim Mittagessen wurden großzügig Bier und Wein serviert, so konnten wir ordentlich Geld sparen.
Das Buffet war hervorragend, mit einer leichten Schärfe, die durch Curryblätter verliehen wurde – ein charakteristischer, leicht zitronig-würziger Geschmack, typisch für die maledivische Küche.
Anschließend genossen wir das türkisfarbene Meer und den erfrischenden Pool, begleitet von weiteren Bierchen und einem Mitreisenden.
Dessen Töchter versorgten die beiden Jungs im Pool stets mit der erfrischenden Hopfenkaltschale.
Die Weather Coconut war sehr interessant! 😀
Gegen 16:00 Uhr traten wir die Rückreise zum Tenderboot an. Es war ein gelungener Tag voller Entspannung. Am Abend gab es in der Almhütte nur noch Wurstsalat und Matjes, bevor wir erschöpft ins Bett fielen.
Nun freuen wir uns auf erholsame Seetage bis zu den Seychellen.
Weiter nach Colombo. Und ehrlich? Die Stadt hat sich in 40 Jahren kaum verändert. Immer noch diese feuchte, klebrige Hitze (über 30 °C, Luftfeuchtigkeit jenseits von 90 %), immer noch Häuserfassaden, die halb schwarz vor Schimmel sind, Straßen voller Hupen, Tuk-Tuks und Leben – chaotisch, dreckig, laut, echt.
Wir entschieden uns für den Aida-Ausflug nach Bentota. Erster Stopp: ein Tempel in Kalutara. Sehr hübsch, sehr golden, sehr touristisch – nach 30 Minuten hatten wir aber genug von Räucherstäbchen und Buddha-Statuen. „Hoffentlich war das der letzte Tempel“, dachte ich.
Mein heimlicher Wunsch: zurück an den Bentota Beach, wo ich vor 40 Jahren drei Wochen in einem alten Fort verbracht hatte. Doch als das Boot uns über den Fluss bringt, erkenne ich es sofort – wir landen auf der Landzunge, genau dort, wo früher der legendäre Robinson Club stand (heute ein anderes Resort).
Und dann öffnet sich der Himmel: ein endloser, weißer Sandstrand, puderfein, keine Steine, keine Quallen, kein Seegras – einfach perfekt. Und das Beste: wir Aida-Gäste hatten den Strand fast für uns allein. Keine Massen, nur Palmenrauschen, türkisfarbenes Wasser und strahlender Sonnenschein.
Das Mittagessen war solide – nach dem gestrigen Shangri-La-Buffet aber natürlich etwas blass. Egal. Wir lagen einfach da, schwammen, dösten, genossen die 30 Grad im Schatten. Ein richtig erholsamer, fast meditativer Tag.
Rückfahrt dann über die neue Autobahn – deutlich schneller als durch die Dörfer. Und plötzlich – BAMM! Der Bus ruckt brutal nach links, Warnblinklichter an. Reifenplatzer. Mitten auf der Autobahn. Kein Standstreifen, kein Parkplatz. Der Fahrer (angeblich alle hier Mechaniker-Ausbildung) steigt aus, schraubt seelenruhig den Reifen runter und montiert das Reserverad – direkt neben dem fließenden Verkehr. Wir stehen daneben, staunen, schwitzen und hoffen, dass nichts explodiert.
45 Minuten später rollen wir weiter. Erschöpft, ein bisschen durchgeschüttelt, aber gerade noch rechtzeitig vor „Alle Mann an Bord“ zurück am Schiff.
Sri Lanka in zwei Tagen: von hochglanzpoliertem Luxus über chaotisches Großstadtleben bis hin zu diesem paradiesischen Strand – und einem kleinen Adrenalinkick auf der Autobahn obendrauf.
Nächster Halt: Malediven. Mal sehen, ob die mit diesem Kontrast mithalten können… 😄
Wir legen in Hambantota an, in diesem riesigen, fast gespenstisch leeren Industriehafen. Überall weiß man: Nach dem verheerenden Tsunami 2004 lag hier alles in Trümmern. Die Chinesen kamen, pumpften Milliarden rein – und besitzen jetzt quasi den ganzen Laden auf 99 Jahre. Ein Hafen, der immer noch mehr Prestige- als Profitobjekt ist..
Kaum von Bord, stehen wir schon in der Hitze. Eine mobile Wechselstube blinkt uns an – nett gemeint, aber wir winken ab. Hier nimmt jeder US-Dollar mit Kusshand, Rupien brauchen wir eigentlich nicht.
Weil es ein Sicherheitsbereich ist (man rechnet immer noch mit Anschlägen), dürfen wir keinen Schritt allein machen. Shuttle-Bus raus aus dem militärisch abgeriegelten Gelände – und schon stürzen sich die Tuk-Tuk-Fahrer auf uns wie Haie. Acht Personen, viel Gepäck, Ziel: Shangri-La Hambantota. Nach einigem Feilschen quetschen wir uns für läppische 10 Dollar pro Tuk-Tuk rein und düsen los.
Und dann – wow. Dieses Shangri-La ist einfach eine andere Welt. Wir kaufen uns einen Day Pass inklusive Mittagessen für etwa 35 € pro Nase. (Aida bot denselben Ausflug übrigens für 199 € an – Kinder ab 2 Jahren 79 €. Danke, nein.)
Die Anlage ist gigantisch: endlose Pools, Wassersport ohne Ende, eine echte 18-Loch-Golfanlage direkt am Meer, Gärten, die aussehen wie aus einem Hochglanzmagazin. Und das Buffet? Eine Offenbarung. Hunderte Gerichte, alles frisch, alles perfekt gewürzt – wir haben uns durchgekämpft wie Entdecker. Danach lagen wir einfach nur faul am Strand oder im Schatten,waren schwimmen und ließen uns die salzige Brise um die Nase wehen und fühlten uns „sauwohl“ .
Am späten Nachmittag, total entspannt und ein bisschen sonnenverwöhnt, tuckerten wir mit dem Tuk-Tuk zurück zum Shuttle. Kein Stress, nur dieses wohlige Gefühl: Heute haben wir den Jackpot geknackt.
Entgegen unserer ursprünglichen Vermutung wurden wir nicht direkt mit den Schiffstendern an Land gebracht, sondern auf einer schwimmenden Plattform von lokalen Tenderbooten übernommen – ein richtig guter, professioneller Service und ein entspannter Start in den Tag.
In Patong angekommen, machten wir einen ausgiebigen Bummel entlang der berühmten Patong Beach. Die Stimmung war tagsüber schon spürbar lebendig – auch wenn die unzähligen Bars und Clubs noch „schliefen“.
Wir fanden günstig luftige Kleidung für die nächsten Badetage und spazierten vorbei an unzähligen Angeboten für die klassischen Thai-Massagen – direkt am Strand oder in den Gassen.
Zuerst aber hatten wir alle einen riesigen Durst – bei weit über 30 °C und tropischer Luftfeuchtigkeit war das kein Wunder. Nach einem kühlen Drink zogen wir weiter in die berühmten Kneipengassen (Soi Bangla). Tagsüber war es dort noch fast leer – abends soll hier die Post abgehen.
Irgendwann meldete sich dann ein kleines Hüngerchen bei Gerlinde, Bernd und mir. Holger hingegen entschied sich für eine Thai-Massage – die perfekte Abkühlung bei der Hitze.
Zum Abschluss nahmen wir ein buntes Tuk-Tuk-Taxi zurück zum Tenderpunkt und tuckerten gemütlich zum Schiff.
Fazit: Phuket/Patong hat uns einen super ersten Eindruck gegeben – perfekt für Party, tolle Fotos, Streetfood und leckeres Essen. Für eine längere Winterauszeit mit Ruhe und Golf ist es aber eher nichts.
Jetzt freuen wir uns riesig auf Sri Lanka. Dort war ich zuletzt vor ca 40 Jahren – bin mega gespannt, ob es noch so ist, wie in meiner Erinnerung…
Auch hier waren wir schon vor 13 Jahren – damals sind wir mit der klassischen Fahrrad-Rikscha durch die engen Gassen von George Town gerattert und haben (es waren ja nicht so viele) die Highlights abgeklappert. Die Mischung aus UNESCO-Welterbe, bunter Street-Art und den alten shophouses hat uns damals total begeistert.
Diesmal haben wir uns den erneuten Stadtbummel bei über 32 °C im Schatten (und gefühlten 38 °C) geschenkt und stattdessen das Schiff als Basis genutzt – Pool, Schatten, kühle Getränke und die beste Aussicht. Ein paar alte und neue Fotos aus unserem Fundus zeigen, warum George Town immer einen Besuch wert ist:
Die ikonischen Murals (wie die Kinder auf dem Fahrrad oder die Schaukel-Geschwister) sind immer noch da und werden ständig ergänzt – ein echtes Open-Air-Museum.
Nächster Halt: Ko Phuket – Tender-Abenteuer
Weiter geht’s nach Phuket. Hier wird getendert (also mit den Schiffstendern an Land gebracht), und wir machen uns auf eigene Faust mit ein paar Mitreisenden auf den Weg – mal sehen, was uns erwartet.
Vor einigen Jahren hatten wir in Kuala Lumpur bereits einen richtig vollen Tag hinter uns: die beeindruckenden Batu-Höhlen, die majestätischen Petronas Towers und das prächtige Sultan-Abul-Samad-Gebäude. Danach war uns klar: Heute lassen wir es ruhig angehen. Während fast alle anderen Passagiere die Stadt stürmten, blieben wir an Bord, genossen die leeren Liegen am Pool und die seltene Ruhe – nur etwa 50 andere Gäste teilten sich mit uns das Schiff.
Ein paar Bilder haben wir trotzdem hochgeladen, damit ihr euch ein Bild machen könnt, wie idyllisch es dort war.
Direkt neben uns lag die Lili Marleen, ein stattlicher Dreimaster. Inzwischen deutlich in die Jahre gekommen, strahlte sie aber immer noch diesen besonderen Charme vergangener Segeltage aus – und war nach wie vor im Einsatz.
Eigentlich sollte das Schiff gegen 19 Uhr ablegen. Doch an diesem Tag spielte das Leben anders: Der MotoGP-Event und der Staatsbesuch des indischen Premierministers hatten große Teile der Stadt lahmgelegt. Straßen gesperrt, Ausflugsbusse steckten fest – und damit verzögerte sich die Rückkehr der Landausflügler erheblich.
Die Verspätung hatte für uns aber auch etwas Gutes: ein entspanntes, ausgiebiges Abendessen ohne Gedränge. Während wir genüsslich speisten, huschten die Zurückgekehrten entweder noch schnell unter die Dusche oder kamen – immer noch verschwitzt und mit geröteten Gesichtern – direkt vom Bus in den Speisesaal geeilt.
Kurz vor 20 Uhr war es dann endlich so weit. Begleitet von einem gewaltigen Gewitter, grellen Blitzen und tiefem Donner grollte das Kommando: „Leinen los!“
So verließ unser Schiff Port Klang – mit etwas Verspätung, aber mit umso mehr Atmosphäre.
Bisher haben wir sehr viele Orte besucht, die wir entweder noch nie oder seit sehr langer Zeit nicht mehr gesehen hatten. Deshalb haben wir jede Gelegenheit genutzt, uns den neuen Eindrücken zu öffnen – ob Natur, Kultur oder Architektur. Wir haben so viele neue Bilder und Erlebnisse gesammelt, dass uns Tempel, Hochhäuser, Wasserfälle, Vulkane, Affen oder Faultiere inzwischen kaum noch aus der Reserve locken.
Die Reise geht nun in eine neue Phase über, ab jetzt besuchen wir fast nur noch schon bekannte Orte, können es also deutlich entspannter angehen – so auch in Singapur.
Singapur hatten wir zuletzt 2019 besucht. Damals wohnten wir mehrere Tage im berühmten Marina Bay Sands, erkundeten die Stadt ausgiebig zu Fuß und hatten das Gefühl, sehr viel gesehen zu haben. Genug jedenfalls, um es diesmal – bei gefühlten 40 °C – deutlich entspannter anzugehen.
Graffiti geht auch schön!
Wir fuhren mit der Seilbahn hinüber nach Sentosa Island und schlenderten eine Weile durch diesen auf uns sehr künstlich und touristisch wirkenden Freizeitpark.
Mit dem Neujahr beginnt das Jahr des Pferdes!
Baden war allerdings verboten – es gab eine Krokodilwarnung!
Danach ging es weiter in die Satay Street zum Lau Pa Sat Food Market. Dort haben wir sehr lecker und erstaunlich günstig gegessen und das quirlige Treiben mit Interesse beobachtet. Besonders aufgefallen ist uns das Reservieren der Tische: Während man in Deutschland ein Handtuch auf den Stuhl legt, sah man hier Regenschirme, Handys, Autoschlüssel oder sogar Haustürschlüssel auf dem Tisch liegen – eine ganz eigene Art, den Platz zu sichern, während man Essen holt.
Eine Mitreisende verlor dort ihre Geldbörse (inklusive Ausweis, Kreditkarten und Bargeld) – und bekam am nächsten Tag tatsächlich alles unversehrt zurück. In Deutschland wäre das wohl eine andere Geschichte geworden.
Anschließend spazierten wir Richtung Fullerton Hotel, weil wir wissen wollten, ob die kleine Gaststätte gegenüber – damals von einer netten Österreicherin geführt – noch existiert. Leider hat sie die Corona-Zeit nicht überstanden. An ihrer Stelle ist nun ein Restaurant namens „Brotzeit“ eröffnet worden.
Dort gibt es wirklich alles, was man aus Deutschland kennt: Schweinshaxe, Schnitzel, Currywurst, Matjes mit Bratkartoffeln, Kaiserschmarrn und natürlich Warsteiner, Krombacher oder Weihenstephaner vom Fass. Skurril – aber sehr sympathisch.
Gleich um die Ecke liegt das Fairmont Hotel, vor dem eigentlich immer ein Concierge steht und Taxis für die Gäste organisiert. Auch wenn wir keine Hotelgäste waren, dachten wir uns: Hier bekommen wir am schnellsten ein Taxi. Und so war es auch.
Dann passierte etwas sehr Besonderes:
Ein Taxi hielt vor dem Hotel, eine größere Gruppe stieg aus. Wir machten uns mit Gesten bemerkbar und „buchten“ das Fahrzeug. Als wir eingestiegen waren und dem Fahrer sagten, wir wollten zum Hafen, fing er plötzlich laut an zu lachen und schüttelte dabei ständig den Kopf. Er erklärte uns, dass Taxifahrer in Singapur eine Fahrt nicht ablehnen dürfen, solange das Dachschild nicht auf „gebucht“ steht – und dass dieses Schild bei Bezahlung automatisch wieder auf „frei“ springt. Er habe tatsächlich Panik gehabt, wir könnten zum Flughafen oder sonst wohin weit weg wollen – dann hätte er seinen nächsten Termin nicht geschafft: Er war nämlich als Tour-Guide für eine AIDA-Abendtour gebucht. Dass wir genau dorthin wollten, hat ihn so erleichtert und aufgewühlt zugleich, dass er die Fahrt am Ende komplett umsonst machen wollte. Wir konnten uns nur darauf einigen, dass er zumindest unser restliches Bargeld als großzügiges Trinkgeld annahm.