
Los Angeles ist gigantisch. Mit rund 1.300 Quadratkilometern ungefähr halb so groß wie das Saarland – fühlt sich aber deutlich größer an, vor allem, wenn man im Stau steht. Und davon gibt es in L.A. reichlich. Eigentlich immer. Weil die öffentlichen Verkehrsmittel eher unter „gut gemeint“ fallen und die Stadt gefühlt 24 Stunden am Tag verstopft ist, verzichteten wir freiwillig auf ein eigenes Foto vom berühmten Hollywood-Schriftzug (von Mitreisenden geklaut, aber dafür auch nicht im Nebel).

Stattdessen ging es auf einen Ausflug nach Santa Monica und Beverly Hills. Immerhin hatten wir erneut Glück mit unserer Reiseleiterin: nett, kompetent und sogar deutschsprachig.

Weniger Glück hatten wir zunächst mit dem Wetter – dichter Nebel, Hollywood-Filter in Grau.
Vom Hafen in San Pedro fuhren wir etwa 50 Kilometer Richtung Innenstadt. Unsere Busfahrerin zeigte dabei früh ihr ganzes Können und schlängelte sich über Nebenstraßen durch die Stadt, um dem Dauerstau zu entkommen. So bekamen wir ganz ungeplant auch einen Blick auf L.A.-Ecken, die es eher selten auf Postkarten schaffen.
Nach gut einer Stunde erreichten wir Venice Beach. Der Stadtteil wurde nach Venedig benannt, weil man hier einst Wasserkanäle anlegte, um Häuser mit Bootsanlegern besser verkaufen zu können. Heute ist davon vor allem der Name geblieben – dafür gibt es Graffiti, Tattoo-Shops, Surfer, jede Menge Individualisten und natürlich den legendären „Muscle Beach“, wo angeblich schon Arnold Schwarzenegger Eisen gestemmt hat. Man merkt: Hier wird nicht nur Sonne getankt, sondern auch ordentlich Selbstdarstellung betrieben.


Weiter ging es nach Santa Monica. Wir besichtigten den berühmten Pier,




machten die obligatorischen Fotos und schlenderten anschließend durch die einzige echte Fußgängerzone von Los Angeles –

ein fast schon exotisches Konzept in einer Stadt, in der man selbst zum Briefkasten am liebsten mit dem Auto fährt.
Zum Abschluss ging es nach Beverly Hills, genauer gesagt zum Rodeo Drive – der Maximilianstraße von L.A. Und siehe da: Genau hier hatte der Nebel ein Einsehen und verzog sich endlich. So konnten wir entspannt die Luxusboutiquen bestaunen und das Hotel bewundern, das wir bislang nur aus „Pretty Woman“ kannten. Leider blieb Julia Roberts aus – aber man kann nicht alles haben.
Anmerkung von mir: Richard Gere war auch nicht da!



Hier ist alles hochglanzpoliert und chic

Die Eingangshalle von diesem Hotel wurde für „Pretty Women“ genutzt.



Kunst am Bau

















































































































