Pünktlich zu unserem Anlegetag in Victoria, Seychellen, hatte der Wettergott beschlossen, die Regenzeit mal so richtig auszukosten: Es regnete nicht – es goss wie aus Kübeln! Tropische Dusche-Level 10. Aber wir hatten ja einen Ausflug gebucht, also nichts wie raus aus dem Schiff! Innerhalb von Sekunden waren wir komplett durchnässt, die Klamotten klebten, die Haare hingen wie Seetang – aber hey: offene Birkenstocks waren die beste Entscheidung ever! Das Wasser lief einfach fröhlich durch und raus. Frisch geduscht, nur ohne Seife. 😂

Ab geht’s mit dem Guide in den Kleinbus. Erste kleine Stadtrundfahrt durch Victoria – leider im Aquapark-Modus. Wir haben trotzdem „Little Ben“ (die Mini-Uhrenturm-Kopie) und die hübsche Pagode angeguckt – beides sah durch den Regenvorhang irgendwie dennoch nett aus.

Dann raus aus der Stadt, Richtung Norden nach Beau Vallon. Der berühmte Strand mit den ganzen Hotels und Restaurants – bei dem Wetter eher eine dramatische Grau-in-Grau-Nummer mit wild peitschenden Palmen. Trotzdem: Wow, was für eine Kulisse!

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Richtungswechsel – ab an die Ostküste und dann gen Süden. Erster Halt: das charmante Künstlerdorf. Hier leben und arbeiten echte Kreative, überall riesige Schildkröten dösen rum…

aber uns zog es magisch an – die einzige Coco-de-Mer-Parfümerie weltweit! 😍

Der Duft dieses legendären Doppelkokosnusss ist wirklich irre – süß, exotisch, ein bisschen verrucht. Wir haben ausgiebig getestet (am Handgelenk, am Hals, am ganzen Unterarm…) und natürlich durfte ein Fläschchen mit an Bord. Mission Parfüm erfüllt!


Weiter zur Kultstätte schlechthin: Takamaka Bay Rum Distillery! 🥃

Hier wird der legendäre Rum gebrannt und wir durften natürlich ausgiebig probieren. Der Guide erklärte alles ganz entspannt, wir nickten wissend und sagten Sätze wie „der hier hat mehr Vanille… aber der mit Kokos ist der Wahnsinn!“ Am Ende hatten wir zwei Flaschen im Arm und das Gefühl, sehr wichtige Entscheidungen getroffen zu haben. (zu Hause schmeckt’s hoffentlich noch besser!)

Mittlerweile hatte Petrus ein Einsehen – die Sonne kam raus, der Himmel wurde postkartenblau. Perfektes Timing für Anse Royale, einem absolut bombigen Strand im Süden! Eigentlich dachten wir: Baden, Schnorcheln, Plantschen… aber nein. Der Magen hatte andere Pläne.

Wir landeten in einem kleinen, typisch kreolischen Restaurant direkt am Wasser und haben uns durch die gesamte Speisekarte gefuttert: Red Snapper, Gambas-Curry, Hai, Hühnchen, alles super würzig und mega lecker. Dazu kaltes Seybrew-Bier und Südafrikanischer Wein – das Gefühl „jetzt könnte die Welt untergehen, Hauptsache der Teller bleibt voll“. 😋

Danach noch eine kleine Strand-Hopping-Runde weiter südlich – Fotostopps an traumhaften Buchten, Granitfelsen, türkisem Wasser, das inzwischen in der Sonne glitzerte wie ein Werbespot. Handy-Akku fast tot vor lauter Fotos.
Und dann der krönende Abschluss: Wir bogen ab auf die berühmte Sans Souci Road Richtung Westen/Norden – über den Berg, durch den Morne Seychellois National Park. Vorbei an der alten Tee-Plantage (SeyTe), wo man richtig guten Tee kaufen kann und die Luft nach Zitronengras riecht. Oben am Mission Lodge Viewpoint (oder wie auch immer die Aussichtspunkte heißen) haben wir noch ein paar grandiose Panoramablicke über die Westküste erhascht – grüne Berge, wilder Ozean, kleine Inseln am Horizont. Einfach kitschig-schön.


Und dann? Berg runter, zurück zum Hafen, Schiff wieder erreicht. Beine schwer, Sonne im Gesicht, Rum im Gepäck, Parfüm in der Tasche, Bauch voll kreolischer Köstlichkeiten und ein breites Grinsen im Gesicht.

Eine tolle Überraschung von unserem Roomboy – eine Schildkröte.

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