

Weiter nach Colombo. Und ehrlich? Die Stadt hat sich in 40 Jahren kaum verändert. Immer noch diese feuchte, klebrige Hitze (über 30 °C, Luftfeuchtigkeit jenseits von 90 %), immer noch Häuserfassaden, die halb schwarz vor Schimmel sind, Straßen voller Hupen, Tuk-Tuks und Leben – chaotisch, dreckig, laut, echt.


Wir entschieden uns für den Aida-Ausflug nach Bentota. Erster Stopp: ein Tempel in Kalutara. Sehr hübsch, sehr golden, sehr touristisch – nach 30 Minuten hatten wir aber genug von Räucherstäbchen und Buddha-Statuen. „Hoffentlich war das der letzte Tempel“, dachte ich.

Mein heimlicher Wunsch: zurück an den Bentota Beach, wo ich vor 40 Jahren drei Wochen in einem alten Fort verbracht hatte. Doch als das Boot uns über den Fluss bringt, erkenne ich es sofort – wir landen auf der Landzunge, genau dort, wo früher der legendäre Robinson Club stand (heute ein anderes Resort).


Und dann öffnet sich der Himmel: ein endloser, weißer Sandstrand, puderfein, keine Steine, keine Quallen, kein Seegras – einfach perfekt. Und das Beste: wir Aida-Gäste hatten den Strand fast für uns allein. Keine Massen, nur Palmenrauschen, türkisfarbenes Wasser und strahlender Sonnenschein.

Das Mittagessen war solide – nach dem gestrigen Shangri-La-Buffet aber natürlich etwas blass. Egal. Wir lagen einfach da, schwammen, dösten, genossen die 30 Grad im Schatten. Ein richtig erholsamer, fast meditativer Tag.
Rückfahrt dann über die neue Autobahn – deutlich schneller als durch die Dörfer. Und plötzlich – BAMM! Der Bus ruckt brutal nach links, Warnblinklichter an. Reifenplatzer. Mitten auf der Autobahn. Kein Standstreifen, kein Parkplatz. Der Fahrer (angeblich alle hier Mechaniker-Ausbildung) steigt aus, schraubt seelenruhig den Reifen runter und montiert das Reserverad – direkt neben dem fließenden Verkehr. Wir stehen daneben, staunen, schwitzen und hoffen, dass nichts explodiert.



45 Minuten später rollen wir weiter. Erschöpft, ein bisschen durchgeschüttelt, aber gerade noch rechtzeitig vor „Alle Mann an Bord“ zurück am Schiff.
Sri Lanka in zwei Tagen: von hochglanzpoliertem Luxus über chaotisches Großstadtleben bis hin zu diesem paradiesischen Strand – und einem kleinen Adrenalinkick auf der Autobahn obendrauf.
Nächster Halt: Malediven. Mal sehen, ob die mit diesem Kontrast mithalten können… 😄
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