

Vor einigen Jahren hatten wir in Kuala Lumpur bereits einen richtig vollen Tag hinter uns: die beeindruckenden Batu-Höhlen, die majestätischen Petronas Towers und das prächtige Sultan-Abul-Samad-Gebäude. Danach war uns klar: Heute lassen wir es ruhig angehen. Während fast alle anderen Passagiere die Stadt stürmten, blieben wir an Bord, genossen die leeren Liegen am Pool und die seltene Ruhe – nur etwa 50 andere Gäste teilten sich mit uns das Schiff.





Ein paar Bilder haben wir trotzdem hochgeladen, damit ihr euch ein Bild machen könnt, wie idyllisch es dort war.
Direkt neben uns lag die Lili Marleen, ein stattlicher Dreimaster. Inzwischen deutlich in die Jahre gekommen, strahlte sie aber immer noch diesen besonderen Charme vergangener Segeltage aus – und war nach wie vor im Einsatz.


Eigentlich sollte das Schiff gegen 19 Uhr ablegen. Doch an diesem Tag spielte das Leben anders: Der MotoGP-Event und der Staatsbesuch des indischen Premierministers hatten große Teile der Stadt lahmgelegt. Straßen gesperrt, Ausflugsbusse steckten fest – und damit verzögerte sich die Rückkehr der Landausflügler erheblich.
Die Verspätung hatte für uns aber auch etwas Gutes: ein entspanntes, ausgiebiges Abendessen ohne Gedränge. Während wir genüsslich speisten, huschten die Zurückgekehrten entweder noch schnell unter die Dusche oder kamen – immer noch verschwitzt und mit geröteten Gesichtern – direkt vom Bus in den Speisesaal geeilt.
Kurz vor 20 Uhr war es dann endlich so weit. Begleitet von einem gewaltigen Gewitter, grellen Blitzen und tiefem Donner grollte das Kommando: „Leinen los!“
So verließ unser Schiff Port Klang – mit etwas Verspätung, aber mit umso mehr Atmosphäre.
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