

Naha, die lebendige Hauptstadt Okinawas mit ihren knapp 320.000 Einwohnern, liegt ganz im Süden der Insel.
Unser Tag begann mit einem sehr bewegenden Moment: dem Friedensmuseum, das an die Schlacht um Okinawa erinnert. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört – über drei Monate hinweg hagelte es ununterbrochen Bomben von See und aus der Luft. Das Ergebnis war verheerend: rund 240.000 Menschen verloren ihr Leben. Die Originaldokumente, Fotos und persönlichen Gegenstände im Museum gehen richtig unter die Haut – ein stiller, nachdenklicher Start in den Tag.



Danach wechselte die Stimmung komplett: Ab in die Gyokusendo-Tropfsteinhöhle! Modern ausgebaut, kein Helm nötig, super bequem. Von den beeindruckenden 5 Kilometern Länge durften wir etwa 900 Meter erkunden – Stalaktiten glitzern, Formationen wie aus einer anderen Welt. Einfach magisch.




Direkt danach kam der obligatorische Souvenir-Bummel durch die angeschlossene Anlage. Neben den üblichen Andenken gab’s richtig spannende regionale Schätze: echtes okinawanisches „Kölsch“-Bier (ja, wirklich!) und natürlich Habushu – den berüchtigten Schlangenschnaps. Da schwimmt tatsächlich eine echte, giftige Habu-Grubenotter in der Flasche mit drin. Mutig oder verrückt? Auf jeden Fall ein echtes Gesprächsthema!



Höhepunkt am Nachmittag: Shurijo Castle, die ehemalige Königsburg des Ryukyu-Reichs aus dem 14. Jahrhundert. Oben auf dem Hügel, nach nur etwa 100 Stufen locker zu erreichen.

Die Burg brannte schon mehrmals ab – das letzte Mal dramatisch 2019. Als wir da waren, waren die Wiederaufbauarbeiten schon richtig weit fortgeschritten. Der originalgetreue Wiederaufbau soll Mitte/Ende 2026 fertig sein – man konnte schon richtig gut erahnen, wie prächtig das alles einmal wieder aussehen wird.

Heute zeigt sich Naha als moderne, pulsierende Stadt. Das Herzstück ist die berühmte Kokusai-dōri, die „Internationale Straße“ – eine lebendige Meile voller Hotels, Restaurants, Bars und bunter Läden.



Genau dort ließen wir den Tag ausklingen: bummeln zwischen kunstvoll gestalteten Hausfassaden, Souvenirläden entdecken, Fotos machen, Leute beobachten. Nach stolzen 17.000 Schritten waren wir dann aber auch ziemlich glücklich, wieder zurück an Bord zu sein.
Ein richtig abwechslungsreicher, intensiver und am Ende einfach schöner Tag auf Okinawa!
Dank der 2 Schlepper konnten wir anlegen, tatsächlich ist aber auch keine Fähre in den Hafen gekommen, so war es spannend zu sehen, wie das Auslaufen funktionieren würde. Wie sich herausstellte, sind wir begleitet von 2 Schleppern, die jedoch nicht aktiv eingreifen mußten, sicher aus dem Hafen gekommen, auch wenn dabei das eine oder andere „Schlagloch“ auftrat.


Nun freuen wir uns auf Ishigaki.
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