

Unsere Reise begann mit der Ankunft in Tokio um 13:00 Uhr. Der Identitätsabgleich verlief überraschend schnell und problemlos. Bereits hier fiel uns die Hilfsbereitschaft der Menschen auf; an jeder Ecke standen freundliche Gesichter bereit, um uns mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Service, Sicherheit und Rücksichtnahme werden in Tokio großgeschrieben und gelebt.

Am Nachmittag trafen wir René, einen Schweizer, der fließend Deutsch, Englisch, Japanisch und Französisch spricht. Er holte uns um 14:30 Uhr am Cruise Terminal ab, und wir machten uns auf den Weg zur Metrostation. Die Fahrt mit der Metro war angenehm und bot uns einen ersten Eindruck von dieser imposanten Stadt.


Unser Ziel war Ginza, das Edelviertel im Zentrum von Tokio, vergleichbar mit der Münchener Maximilianstraße, jedoch in einer beeindruckend erweiterten Dimension.
Hier ist der teuerste Platz in Ginza.


Louis Vuitton – die Verkleidung des Hauses soll wie die Reflexionen des Meeres wirken.
Wir besuchten die Lebensmittelabteilung des Mitsukoshi-Kaufhauses. Überwältigt waren wir von der Vielfalt und Qualität der angebotenen Produkte aus aller Welt. Feinkost in allen denkbaren Variationen war zu (aus Münchener Perspektive) normalen Preisen erhältlich. Selbst der Münchener Feinkostladen Käfer hatte eine kleine Fläche und verkaufte dort u.a. Weißwürste. Im Vergleich dazu erschien Dallmayr in München wie ein Miniladen.

Nach diesem kulinarischen Erlebnis besuchten wir ein weiteres luxuriöses Einkaufsparadies. Diesmal ging es jedoch nur auf die Dachterrasse, die mit einer Schlittschuhbahn ausgestattet war und einen atemberaubenden Blick über Ginza bot.

Unterwegs entdeckten wir eine Bierkneipe, in der um 16:30 Uhr Japaner in Anzug und Krawatte saßen. Die Bedienungen trugen Dirndl, und aus den Lautsprechern ertönte „Anneliese, ach Anneliese …“. Mit etwas Glück ergatterten wir noch einen Tisch, während der Laden ansonsten bis zum letzten Platz gefüllt war.



Unsere Tour führte uns weiter zu einem einzigartigen Papeterie-Geschäft, das sich übermehrere Etagen erstreckte.

Entlang der Route bewunderten wir mehrere ikonische Gebäude und spazierten durch die Hostessenstraße, in der Frauen Männer zum Essen begleiteten – jedoch ohne sexuelle Absichten.


Im Ginza Corridor flanierten wir unter den Bahngleisen hindurch, vorbei an Marunouchi und Hibiva, entlang alter und neuer Gänge, gesäumt von charmanten Geschäften und Restaurants.
Den Abend ließen wir in einem typisch japanischen Lokal ausklingen.


Unsere Vorspeise – Sashimi
Obwohl es in Tokio mehr als 200 Sternerestaurants gibt, entschieden wir uns bewusst für ein Lokal, in dem auch die Einheimischen verkehrten. Allerdings waren wir mit sieben Personen die ältesten Gäste in diesem Lokal. Es war ein gelungener erster Tag in Tokio, der uns einen tiefen Einblick in die Kultur und Gastfreundschaft dieser faszinierenden Stadt ermöglichte.

Der Hauptbahnhof von Tokio.
Die Weihnachtsbeleuchtung bleibt noch bis Mitte Februar, und ja, am Abend war es wieder recht kühl.

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